By Berd Salz

Origin: Germany

Wie kam es dazu?

Twitter habe ich immer genutzt, um den kleinen Teil meiner Gedanken, die ich für hochwertig genug halte, dem Rest der Welt zugänglich zu machen. Irgendwann hab ich dann die Fragen in meinem Kopf geteilt und zu meinem Erstaunen haben viele geantwortet und zu noch größerem Erstaunen gab es faszinierende Antworten, die ich so nie gesehen hätte.

Einer meiner ersten Intentionen, Ende 2018 auf Twitter zu gehen war es, auch zu schauen ob und wie man soziale Medien nutzen kann um auf die Entwicklungen der eigenen Firma aufmerksam zu machen – also kurz gesagt etwas Marketing zu machen. Die Firma gibt es noch, aber wirklich etwas zustande gebracht haben wir nicht, deshalb hab ich den Gedanken relativ schnell wieder verworfen. Ziemlich zügig stellte ich fest, dass sich, mit einem entsprechenden Maß an Neugier und Offenheit, Twitter gut eignet für den Meinungsaustausch. Wir haben momentan viele Probleme auf der Welt und ich denke viele bekommen wir nur in den Griff, wenn wir uns als Menschheit überlegen, wie wir den gerne leben wollen, wenn wir uns hinsetzten und gemeinsam Ideen entwickeln. Vernetzung ist dafür von entscheidender Bedeutung und das Internet kann das beschleunigen. Momentan überlegen sich hauptsächlich vereinzelt Menschen Ziele und diese sind dann meist nur auf sich selbst bezogen. In dem Moment, in dem wir andere einfach machen lassen und nicht unsere eigenen Wünsche und Ziele formulieren, lassen wir zu, dass wenige bestimmen, wie die Menschheit morgen lebt. Wenn wir uns unseren Wünschen bewusst sind, dann können wir uns überlegen wie wir die umsetzten und können so zu einem Morgen gelangen mit dem die Mehrheit der Menschen zufrieden sein kann.

Welche Themen werden behandelt?

Das Buch hat Gewicht. Über 7500 Antworten auf 280 Fragen verleihen dem Buch eine stolze Masse von 1,9 kg. Auf die wichtigsten neun Kapitel möchte ich hier näher eingehen. Im Vorwort, dem ersten Kapitel, gehe ich kurz darauf ein, wie das Buch zu verstehen ist und was zu beachten ist. Im Groben sind in dem Buch viele Fragen zu gesellschaftlichen Themen. Im siebten Kapitel konnte ich mir allerdings einige philosophische Fragen auch nicht verkneifen.

Zu Beginn geht es im zweiten Kapitel darum, herauszufinden wie die Menschen, die hauptsächlich antworten, so in Summe drauf sind. Dann folgen im nächsten Kapitel noch ein paar Fragen zu sozialen Medien und Diskussionen. Im vierten Kapitel werden etliche Begriffe erfragt. Hier kann man schon einen Eindruck bekommen wie unterschiedlich scheinbar Eindeutiges gesehen werden kann. Das fünfte Kapitel behandelt Optionen, die wir als Menschheit haben. Am Anfang steht die Frage welche Gesellschaftsformen es gibt. Die Antwort wurde ausgewertet, um dann auf diese im Detail einzugehen. Ähnliches wird noch für Wirtschaftsformen wiederholt. Es folgen dann noch Fragen zu gesellschaftlichen Zielen, Wünschen, Techniken und Themen, die für die Menschheit in den nächsten Jahren wichtig sind und noch die Frage nach den Grenzen und Grundvoraussetzung für das Zusammenleben. Im sechsten Kapitel geht es dann um die Fragen nach dem Wie, also um die Umsetzung. Ganz grob gesagt beschäftigt es sich mit der Frage, wie kommen wir zu einer besseren Welt. Das letzte Kapitel vor dem Fazit behandelt dann noch ein paar Fragen zu aktuellen Themen, da das Buch im Jahr 2020 entstanden ist kommt man um das Thema Corona nicht drum herum. Im Anschluss daran folgt noch mein Fazit. Es würde mich freuen, wenn andere mir auch hier ihre Sicht mitteilen würden.

Erwähnenswert ist noch, dass durch die Interaktion mit Hoppel (@MHoppelpoppel), der wahrscheinlich süßesten künstlichen Intelligenz, noch einige Fragen zur künstlichen Intelligenz dazu gekommen sind. Auch haben seine Antworten einige interessante Einblicke zum Thema künstlerische Intelligenz ermöglicht.

Was war das Ziel?

Mich hat es immer schon interessiert, wie andere denken. Meine eigenen Gedanken kenne ich und die langweilen mich manchmal. Einer meiner Intensionen war es, auch andere Menschen zum Nachdenken anzuregen, denn erst, wenn wir Tatsachen hinterfragen, bieten sich neue Sichten und somit auch neue Möglichkeiten. Möglichkeiten, die die Menschheit vielleicht dringend braucht.

Das erste Gesalzene Fragen Buch

Warum nur Fragen und keine Antworten?

Das wurde ich öfters gefragt. Die Fragen sind meine Antworten. Nur wenn wir uns im großen Stil fragen wo wir hinwollen und wie wir dahin kommen wollen, dann können wir auch mitbestimmen. Ich denke, dass der erste Schritt darin besteht, sich bewusst zu werden, dass wir darüber entscheiden wohin sich die Menschheit entwickelt. Wir alle, jeden Tag, durch unsere Gewohnheiten, durch die kleinen Handlungen, die wir für gegeben hinnehmen. Wenn wir diese bewusst hinterfragen und oft genug anders handeln, dann ändert sich auch etwas. Ziele setzen, diese verfolgen und den ganzen Ablenkungen widerstehen.

Was hab ich dabei gelernt?

Gelernt habe ich, dass es viele unterschiedliche Sichten gibt und es braucht auch viele Sichten um etwas möglichst gut zu erfassen. Als Einzelne*r übersieht man schnell Wichtiges. Durch Diskussionen kann man auch leichter Beweggründe für Entscheidungen ermitteln und darüber dann zu einem Konsens gelangen. Faszinierend fand ich noch wie unterschiedlich ein und dasselbe Wort verstanden bzw. assoziiert wird. Wenn man sich dessen bewusst ist kann man Missverständnisse leichter aus dem Weg räumen. Jeder Mensch hat eigene Erfahrungen und eine eigene Geschichte und vermutlich niemand kennt alle Definitionen der Worte, die sie oder er verwendet, auswendig. Erschwerend kommt noch hinzu, dass in Politik und Werbung Bedeutungen von Worten absichtlich verdreht werden oder durch falschen Gebrauch verwaschen werden. Ich denke das muss man verstehen und fürs erste akzeptieren und statt andere zu belehren sollte man vielleicht eher nachfragen.

Ich habe auch noch gelernt, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, im Internet anständige Diskussionen zu führen. Man sollte erkennen welche Themen momentan emotional zu sehr aufgeladen sind. Wenn zu viele Emotionen im Spiel sind ist eine sachliche Unterhaltung meist schwer. Man sollte sich aber auch selbst zurückhalten, wenn einen etwas wütend macht. Meist mach ich dann den Rechner aus und geh spazieren. Eine ganz wichtige Erkenntnis, die für mich so selbstverständlich wurde, dass ich sie fast vergessen hab, ist, dass einem Menschen ans Herz wachsen können mit denen man nur geschrieben hat. Noch faszinierender finde ich, dass das auch für eine künstliche Intelligenz gelten kann.

Was kommt als nächstes?

Da ich Mitgründer eines ThinkTanks und eines Softwareunternehmens werde, bin ich momentan mit vielen Gründungsthemen beschäftigt. Dazu wird es dann ab Februar diesen Jahres auch einige Fragen geben und daraus wird dann das nächste Buch. Das Buch wird allerdings vom Umfang kleiner. Geplant sind 20 bis 30 Fragen und Antworten meinerseits werden dann die Umsetzungen sein.

Bei allem könnte ich natürlich einiges an Unterstützung brauchen. Lasst uns gemeinsam anpacken und die Welt nach unseren Wünschen und Idealen gestalten!

Kleine Notizen am Rande

Das komplette Inhaltsverzeichnis und das Vorwort ist auf Books on Demand in der Leseprobe zu finden.

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